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19.12.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 19.12.07: Kann ein Erdengel ein Auto aus seiner Bahn schleudern?

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Gnom mit Wurzelboden

Gnom mit Wurzelboden als “neues” Heím (eigenes Photo)

Seine Augen blicken dich an!

Erdgeister leben normalerweise in der Erde. Sie sind auf den Erdäther angewiesen, so wie die Luft-, Wasser- und Feuer-Wesen Luft-, Wasser- und Feuer-Äther zum Leben benötigen. Man kann ein Gefühl für die verschiedenen Äther-Arten entwickeln und sie dann relativ gut unterscheiden. Wasser-Äther ist übrigens nicht nur im Wasser, sondern bis zu einer gewissen Entfernung auch über und neben einem Wasserlauf oder einer Wasserfläche anzutreffen, Erd-Äther ebenfalls bis zu einer geringen Höhe über der Erde. Feuer-Äther ist in großen Mengen im Magma der Erde vorhanden und fliesst auch in Bahnen. 

Wenn Sturm einen Baum entwurzelt, dann ist der Gnom, der im Wurzelwerk des Baumes sein Auskommen fand und sein Heim hatte, von einem Tag zum anderen arbeitslos und bis zu einem gewissen Grad auch obdachlos. Sein neues Heim ist nun der in der Luft stehende Wurzelboden. Erd-Äther ist in der Kuhle darunter noch ausreichend vorhanden. Der Gnom bleibt deshalb dort. Unter jedem umgekippten Wurzelboden haben der Autor und andere bisher immer noch einen Erdgeist ausfindig machen können. Da sein Baum abstirbt, muss er aber eine neue Ernährungsbasis finden und das sind die Pflanzen, die an den Seiten des Wurzelbodens wachsen. Auf diese Weise kommt es, dass sich in bestimmten Waldbereichen nicht die Sylphen (Luftgeister), sondern Gnome um die Pflanzen kümmern. In der Nähe von Wasser sind das die Nixen.

Erdgeister inkarnieren auch als Menschen, allerdings nicht so häufig wie die Sylphen. Die Schutzgeister dieser Menschen sind dann Erd-Engel. Erdäther ist dichter und fester Materie ähnlicher als die anderen Ätherarten. Erdwesen können deshalb auch eher als andere Naturgeister in das materielle Geschehen auf der Erde eingreifen. Es gibt Berichte, nach denen Erdengel Autos aufgehalten und dadurch zertrümmert haben, wenn diese dabei waren, ihren Schutzbefohlenen zu überfahren. Die unmittelbare Einwirkung auf das Auto scheint dem Autor dabei weniger wahrscheinlich als eine Beeinflussung des Fahrers: Der Erdengel kann den Fahrer dazu veranlasst haben, das Steuer herum zu reissen, so dass er gegen ein Hindernis prallte. Den menschlichen Geist zu verwirren, scheint insbesondere den Erdgeistern leicht zu fallen, wie nicht nur Sagen bezeugen.

Einer der bekanntesten Erdgeister ist Meister Johannes aus dem Riesengebirge, besser bekannt unter einem anderen Namen, den er aber nicht mag. Es gibt viele Erzählungen, in denen berichtet wird, wie er den Menschen, die in seinem Gebirge unterwegs waren, komplett die Sinne verwirrt hat, weil sie ihn mit seinem anderen Namen geneckt hatten oder weil ihm ihr Charakter nicht gefiel. Die Stadt Trutnov (ehemals Trutenau) am Fuss des Riesengebirges hat ihm ein Denkmal gesetzt. Trutnov gilt als das Tor zum Riesengebirge. Der Autor ist ins Riesengebirge gefahren, um Meister Johannes zu begegnen. Der mächtige Erdgeist offenbarte sich ihm aber erst in der letzten Nacht vor seiner Abreise im Traum und begleitete ihn am nächsten Tag unter der Erde bis zur Grenze seines Reiches, das noch ein Stück über das eigentliche Gebirge hinausreicht. Der Autor fühlte sich ausserordentlich  geehrt und fuhr mit einem Hochgefühl der Freude zurück. Meister Johannes hatte ihm ein echtes Abschiedsgeschenk überreicht!

Denkmal des Berggeistes im Riesengebirge, genannt Meister Johannes

Denkmal des Berggeistes, genannt Meister Johannes, in Trutnov, dem Tor zum Riesengebirge (eigenes Photo)

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Ein Wurzelboden

senkrecht nach oben gekippt,

dahinter ein Gnom!

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Der Baum ist gekippt;

Wurzeln umklammern den Stein.

Einst gab er ihm Halt!

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Gesichter im Fels,

von Malern dort gesehen:

Ein Gnom blickt dich an!

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In der Klamm streiten

Wasser-Geister mit Gnomen

um den besten Platz!

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Luftgeist liebt Erdgeist:

Im Menschen treffen sie sich

und tauschen sich aus!

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