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20.10.2007

Haikus und Tankas, Jotin, 20. und 21.10.07: Haben Sie schon die Fäden gesehen, mit denen ein Magnet Eisen anzieht?

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Buddha-Skulptur mit “Heiligenschein”

Buddha-Skulptur mit “Heiligenschein” aus der Tang-Zeit in China (618-907) (eigenes Photo)

Der Künstler, der diese Statue schuf, hat einen Menschen abgebildet, der eng mit seinem höheren Selbst verbunden ist. Das höhere Selbst oder auch die unsterbliche Seele des Menschen ist Teil des “Urgrunds des Seins”, in China als DAO bezeichnet. Als Folge seiner engen Verbindung mit dem höheren Selbst strahlt dieser Mensch, sehr wahrscheinlich ein buddhistischer Mönch, “Licht” aus, das von sensitiven Menschen wahrgenommen werden kann. Wer es nicht wahrnimmt, fühlt sich zumindest in Gegenwart dieses Mönches sehr wohl, ohne zu wissen warum. Da der Mönch auf der feinstofflichen Ebene “Licht” abstrahlt, gilt er als Erleuchteter und wurde mit einem “Heiligenschein” um den Kopf dargestellt, wie er auch auf  Abbildungen christlicher Heiliger zu sehen ist.

Bei langer Meditationspraxis stellt sich eine dauerhafte Verbindung mit dem höheren Selbst ein, die sich während der Meditation erhöht. Das höhere Selbst gilt als der göttliche Teil im Menschen, u.a. deshalb, weil man ihm keinen Rang zuordnen kann. Man findet keine Grenze. Sein Rang ist unendlich und es ist auch eine Quelle anscheinend unerschöpflicher Energie. Über das höhere Selbst läßt sich noch viel mehr sagen. Es gilt auch als der stille Beobachter. Aber es ist nicht nur Beobachter. In der Gefahr und anscheinend ausweglosen Situationen ist es sehr präsent. Dann wird man von ihm getragen. Manche sehen in ihm deshalb auch den Schutzengel. Aber das ist das höhere Selbst nicht, wenn es auch Schutzengel-Funktionen ausübt. Es ist ein Teil des Menschen, der bedeutendste. Wenn man ihm Energie durch Tiefatmung z.B. zuführt, kann es das “Schicksal” “günstiger” gestalten.

Im I-Ging, dem alten chinesischen Weisheits- und Orakelbuch, ist dem Hexagramm mit der Ordnungszahl 30 die Bedeutung “Das Ausstrahlen” zugeordnet, und zwar aus folgendem Grund:

In der Zahl 30 verbindet sich die Zahl 3 mit der Null, wobei die 3 in der altchinesischen Mythologie für den Menschen steht, die Zahl Null aber für das DAO bzw. den Urgrund des Seins. Die Zahl 30 ist also das Symbol für die Verbindung des Menschen mit dem Urgrund des Seins. Wenn der Mensch aber eine solche Verbindung eingeht, in der Meditation z.B., so kann er “erleuchtet” werden und “Licht” ausstrahlen.

Das ist der Grund dafür, warum dem Hexagramm 30 im I-Ging “Das Ausstrahlen” zugeordnet ist. In dem Buch “Das Dreifaltige Himmelszelt im Entschlüsselten I-Ging” wird dies näher erläutert. 

328

“Strahlkraft” “höherer”

Menschen ist diejenige

höherer Mächte.

329

“Höhere” Menschen 

steh´n in der Mitte zwischen

Himmel und Erde.

330

“Höhere” Menschen

wirken als Mittler zwischen

Himmel und Erde.

331

Höheres Selbst gleich

unsterblicher Seele: Teil

des Urgrunds des Seins!

332

Höhere Mächte,

Urgrund des Seins: die Chiffren

von Unsagbarem.

333

Des Menschen Herkunft,

Ziel - eingebettet in das

Große Geheimnis.

334

Herbst erinnert an

das Ziel der Reise uns´res

Lebens auf Erden.

335

Herbstblumen welken

und auch der Mensch. Sie sterben

und erblühen neu!

336

“Ich glaub´ nur das, was

ich seh`n und anfassen kann!”

“Haben Sie denn schon

den Faden geseh´n, mit dem

ein Magnet Eisen anzieht?”

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